Mobbing & Selbstbewusstsein - Meine Erfahrungen & Tipps

Sie sind ganz normale Menschen: mal etwas größer, mal etwas kleiner, dicker oder dünner, blond, brunette, schwarz- oder rothaarig.
Meistens sind sie sogar überdurchschnittlich schön, schlau, sportlich oder kreativ - die klassischen Mobbing-"Opfer".
Mobbing ist mittlerweile ein allseits präsentes Thema, das man nicht unterschätzen sollte.
Ich selbst habe die Erfahrung gemacht und mich daher ausgiebig mit dem Thema im Alltag und mit möglichen Lösungen und Auswegen beschäftigt.

Menschen, denen man vertraut hat, fangen urplötzlich an, andere gegen dich aufzuhetzen, Gerüchte zu verbreiten, dich zu beleidigen.
Wer mit dir befreundet ist, wird ausgegrenzt - genauso wie du.
Von Tag zu Tag wird der Weg zur Schule mehr zur Qual. 
Die Freude an der einst so geliebten Arbeit geht verloren.


Man fühlt sich minderwertig, ungeliebt und leer. Der Halt, den man gerade in solchen Situationen braucht, bleibt jedoch häufig aus.

An einen Satz meiner damaligen Deutschlehrerin erinnere ich mich noch zu gut: "Darauf kommen wir später zurück." Es war das erste Mal, dass ich den Mund aufgemacht habe. Vor der ganzen Klasse. 
Und die Frau, die sich Pädagogin schimpfte, war nicht in der Lage, einzugreifen? Sehr enttäuschend.

Hilf dir selbst, friss oder stirb - das ist die Regel.

Daher meine 5 Tipps die ich Betroffenen geben kann:
1. Macht den Mund auf! Sprecht mit jemandem, dem ihr vertraut: Mama, Papa, Partner, Bruder, Schwester - egal, aber redet! Nur einem sprechenden Mann kann geholfen werden.
2. Ihr habt keine Schuld! Nie! Lasst euch das auch bitte nicht einreden.
3. Ihr seid einzigartig, verstellt euch nicht. Ändert ihr euch, werden Sie einen anderen Grund finden, solange ihr euch nicht wehrt.
4. Egal, wie schwer es ist, verkriecht euch nicht! Sucht euch Hobbies, die euch auf andere Gedanken bringen.
5. Wenn ihr mit allen gesprochen habt (ob das Chef, Lehrer, Schülersprecher, Vorstand oder Freunde und Familie waren) und ihr seht trotzdem noch kein Ende, dann macht dem selbst ein Ende! Wechselt die Schule, kündigt den Job, verlasst den Verein! Das macht euch längst nicht zum Feigling und es hilft!

Natürlich kann man nicht vergessen, nie, aber was für mich persönlich immer ganz wichtig war: Ich bin mir selbst treu geblieben, habe an Selbstbewusstsein dazu gewonnen und werde irgendwann auch endgültig damit abschließen können.

Ich drücke euch allen die Daumen, dass ihr euer Glück findet.




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2 Meinungen

  1. Ich wurde zum Glück nie gemobbt, habe es aber bei einer sehr guten Bekannten mitbekommen. Sie war dermaßen unglülcklich, dass sie dann irgendwann den Job gewechselt hat. Das haben wir ihr alle geraten, da definitiv keine Besserung in Sicht war..
    Sehr guter Post!

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    1. Danke, liebe Susanne, für deine Rückmeldung und das Kompliment. Ich finde es sehr wichtig, darüber zu sprechen/schreiben/diskutieren und freue mich, dass du den Beitrag gelesen hast.
      Liebe Grüße
      Lara :)

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